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Hundetraining im Alltag

14. März 2011

Im Februar war Lea kurz zu Besuch mit ihrem fast tödlich verfressenen Weimaraner-Labrador Winston (auch bekannt unter Winnie oder No.1). Juri und er sind fast gleich alt und deswegen immer sehr abenteuerlich zusammen! Genau das richtige Aktivitätslevel für mich!!!

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… außerdem habe ich gestern endlich Geld in eine Lern-DVD von Silvia Trkman investiert und bin nun total motiviert, meine Hunde zu mehr Denken zu animieren.

Oh und Juri ist heute das erste Mal ohne angebunden zu sein auf dem Hof geblieben! Es war schwierig, einmal kam er hinterhergerannt, dann hab ich ihn wieder bis zum Eingangstor geschickt und da ist er tatsächlich geblieben! Obwohl er bei einem Ausritt dabei sein wundervoll findet! Mein guter kleiner Hund!!

Die kleine und die große Pony-Truppe

13. März 2011
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Mit der kleinen Gruppe haben wir nach dem Putzen einen kleinen Spaziergang gemacht. Helene konnte Schneeflöckchen schon alleine reiten und sogar ein bisschen traben.

Mit den größeren Kindern haben wir auch einen Spaziergang gemacht, nur etwas abenteuerlicher: durch den Wald, einen Feldweg entlang, über kleine Hügel… Ab und zu sind sie geritten, dann wurden die Ponys wieder geführt. Das Ziel ist, es den Kindern und Ponys ein bisschen spannender zu machen und Abwechslung in den tristen Schulpferdealltag zu bringen. Durch unsere abenteuerlichen Wege wird die Bindung von Kind und Pony stärker und wir arbeiten am gegenseitigen Verständnis.

Finn fand es lustig, auf den kleinen Hügel zu reiten, die anderen machten es nach. Jorinde probierte um den Holzhaufen zu reiten und rief dann “Schneeflöckchen macht nicht das, was ich will!” – also einfach absteigen und sie wieder zu uns führen. Lea kommt schon ziemlich gut mit den Ponys zurecht und Line probierte sich mit Felix aus.

Auf dem Rückweg durchs Dorf waren alle schon ziemlich müde…

Danke Line und Kerstin fürs Helfen und Erklären! So war das ganze auch für mich entspannend! :)

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I’m in Kali’s newsletter (der Kinder und Pony Trainerin in den USA!

… und hier ein Video von meinen Vorbildern, den Pony Pros in Oregon.

Ice Age aufm Wummsee

13. März 2011

Ich denke die Bilder sprechen für sich!

Schlittschuhlaufen

13. März 2011

Bevor es wieder wärmer wurde, zogen wir eines Sonntages los, um auf dem klarsten See Brandenburgs Schlittschuh zu laufen. Grandios, als wir in der Bucht noch einen Meter tief gucken konnten! Das Eis war dick, das konnten wir an den Rissen sehen, die durch die enorme Spannung entstehen! Also ging es quer über den See, bis zur Insel, Schwäne treffen und die Hunde vor den Schlitten spannen, auf dem Thiemo saß. Raya fand das Eis am Anfang ja ein bisschen gruselig, aber Juri kam gut damit zurecht, konnte auch richtig schnell rennen und wusste, wann er bremsen musste, um nicht am Stöckchen vorbeizuschlittern.

Die Sonne schien winterlich, das Eis war schön glatt und diese Weite war einfach himmlich.

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Färse kalbt – ich bin Hebamme!

9. März 2011

Wow, schon über 100 Kälber düsen durch den Stall, üben kämpfen, probieren Heu oder hängen mit Mami rum.

Heute war ein großer Tag für mich, weil neben der Kälberase nur ein Bein aus einer schwarzen Färse rausguckte. Also musste die gut erzogene Färse in ein Gitter laufen, Halfter rauf, festgebunden und reingelangt. Fiete kam mit großer Hand und großen Arm nicht weit, bekam das andere Bein nicht zu fassen, dass umgeknickt weiter drinnen feststeckte. Irgendwann traute ich mich dann zu fragen, ob ich es mal versuchen dürfte. Wahnsinn! Die Wehen pressten meinen Arm beinahe wieder raus, die Färse stand schön still und die Zunge des Kalbes hing inzwischen schlaff raus. Ich fühlte vom Kopf nach unten, es wurde wabbelig und fühlte sich seltsam an in der Gebärmutter der Kuh, doch dann: das zweite Bein! Es war tatsächlich geknickt, also irgendwie entfalten… nur wie, bei dieser Enge??! Ich strengte mich wahnsinnig an, musste irgendwann den Mila-Superstar-Schrei loslassen, richtig anstrengend, da drin rumzuschieben! Dann gab es auch noch einen “Ich werde Leben”-Schrei vom Kalb! Bald schaffte ich es, nun noch das Bein nach vorn, Kälberstricke hinter die Gelenke und mit letzter Kraft ziehen. Die Kälberzange brauchten wir nicht, ich zog alleine mit den Wehen und es flutschte raus. Da lag nun ein kleines schwarzes Kälbchen! :)

Als Kuh-Kalb-Vermittlerin bin ich auch schon öfter im Einsatz gewesen. Bei den Zwillingen hat es leider nicht so ganz geklappt, ich hab nun also doch ein Flaschenkalb, aber zwei Kälber haben eine Mutti zugewiesen bekommen. Mit Schrotfütterung und Impulsgeben, wenn die Kuh nach dem Kalb tritt. Hat geklappt. Die Hunde waren ein guter Anzeiger, inwieweit die Kuh schon auf ihr neues Kalb achtet.

Stoß, Staub, Kälte, Wasser – alles nix für meine neue Outdoor-Kamera

22. Februar 2011
Tags:
Panasonix Lumix DMC-FT2 heißt sie, Outdoor-Kamera-Gewinnerin ist sie und außer 14 Megapixel kann sie das: 

  • Stoßgeschützt [2m], staubgeschützt, kältetauglich [bis -10° C.] wasserdicht [bis 10m]
  • 28 mm Weitwinkel Leica DC Vario-Elmar Objektiv mit 4,6x opt. Zoom [KB: 28-128 mm]
  • HD Videoaufnahme [AVCHD Lite; 1.280x720p] mit Zoom und HDMI-Ausgang
  • Schneller Autofokus & schnelle Einschaltzeit
  • 6,7 cm LC-Display [230.000 Pixel] mit automatischer Helligkeitsanpassung
  • Power OIS: Optischer Bildstabilisator & intelligente Automatik

So sieht sie aus:

… und ich glaube, sie ist fast wie ein Hund! Ich kann sie überall dabei haben, ihr macht runterfallen aus 2m Höhe nichts aus, Staub auch nicht, Tauchen kann sie auch (meine Eltern dürfen sie auch mal für den nächsten Tauchurlaub ausleihen), winterfest ist sie auch (zumindest für den deutschen Winer) – Wind und Wetter – macht sie alles mit. Nur unter den Landrover sollte sie nicht kommen.

Das ist doch mal ein Teil für mich, oder??!

Meine erste eigene Kamera! :) Videos hab ich schon ausprobiert – es ist so schön, dass man auch was erkennen wird und nicht nur 30 Sekunden Pixelzerstreuung bei rumkommt. Außerdem wird das Verschönern meines Blogs möglich machen!

Ach ja, und Action-Fotos gehen auch – ich muss nur noch herausfinden, was die ganzen Einstellungen bedeuten.

Computersucht abstellen

20. Februar 2011

Man kann schon unterhaltsame Sachen finden im Internet: hier zum Beispiel die Top-Suche, womit irgendeiner meiner Leser bei meinem Blog gelandet ist: “bilder von bäuerinen in der kuhscheiße” :D

… aber zurück zur Sache – eben wollte ich diesen Post schreiben und bleibe bei einem neuen Theme (ein möglicher Look für Blogs) hängen… muss es natürlich ausprobieren, tüftel rum, änder dies und das, lese hier und da noch einen Tipp, … so geht das endlos lange.

Muss das sein am Sonntag, fragt man sich?!
Vorletzten Sonntag hing ich von 15 Uhr (nach einem schönen Gottesdienst und einem Besuch im Nachbardorf) bis 21 Uhr im Internet rum!! Eigentlich ja, um nur mal kurz abzuschalten, neue Ideen zu akquirieren, zu schauen, ob mir jemand gemailt hat oder sich jemand neues mit mir anfreunden will, …

Auftanken im Internet – geht das?! Ablenken?! Ausruhen?! Wie fühlt ihr euch, wenn ihr sechs Stunden rumgesucht und -geguckt habt?! Voll oder leer oder beides gleichzeitig. Ich habe jedenfalls festgestellt, dass ich echt abhängig bin! …und dass mich diese ganze Sache kaputt macht!

Also musste ein Plan her! Im Krankenkassenmagazin steht: “Wenn die Abhängigkeit noch nicht allzu stark ist, kann man sich selbst helfen, indem man seine Tagesablauf strukturiert und die Zeit am Rechner begrenzt.” –> Von nun an wollte ich nur noch Online sein, ja sogar den Laptop anmachen, wenn ich ein konkretes Ziel oder eine spezielle Aufgabe zu bearbeiten hatte. Wie eben jetzt diesen Blogeintrag.

Und wie hat es bis jetzt geklappt??! Die ersten Tage täglich nur 20min, der Computer blieb tatsächlich aus, ich fand schneller, was ich suchte UND in der Zeit, die mir dadurch blieb, konnte ich schöne Dinge tun!

Mich sortieren, Pläne schmieden, Gitarre spielen, wirklich Ausruhen, die tausend Fachzeitschriften lesen, die sich stapeln, mich gezielt bilden, Tagebuch schreiben, kochen und nicht nebenbei essen und einmal öfter und fröhlicher mit den Hunden rausgehen. Das ist doch mal was!!
Die Devise: Nicht betäuben – frei fühlen. :)

Holpriger Jahresanfang

2. Februar 2011

Zurück aus meinem Jahresurlaub in Marokko fiel mir die Rückkehr ins normale Leben auf dem Dorf nicht so leicht. Zwei tote Pferde in meiner Abwesenheit, dicke Mutterkühe im Stall, die Männer kamen auch ohne mich ganz gut zurecht, ein bisschen Grippe, leicht verzogene (bellende) Hunde, allein in der kalten Wohnung… eine kleine depressive Phase kam über mich. Das Leben war irgendwie anstrengend – eigentlich wollte ich wieder voll loslegen, aber ich konnte nicht. Sogar durch die Hunde fühlte ich mich überfordert.

Zur Monatsmitte hin ging es so langsam wieder bergauf. Martin bezog mich in die Arbeit ein, ich sperrte also die Absetzer in den Stall bzw. in den Auslauf, damit er ausmisten konnte, fuhr das erste Mal allein den Futterwagen, fütterte die Pferde, …
Meine abendliche Runde im Stall beglückte mich, weil ich die Kühe mit noch etwas rangeschippten Heu beglücken konnte. Die Kälber ließen auf sich warten. Ich las ab und zu etwas über Kommunikation mit Pferden und Rindern und probierte das Gelesene aus. Mit Jonny unternahm ich ein paar Spaziergänge und bei den Kühen fand ich nun endlich das Loslassen. Pressure and Release ist ja eine sehr nützliche Methode, aber den “Schritt zurück” habe ich irgendwie nie so ganz verstanden. Nun verstehe ich, wie belohnend dieser für Pferde und Rinder sein kann, weil der Druck nachlässt. Ich sortierte die 14 nicht schwangeren Kühe aus und bereitete die Gitter für den Abtransport zum Schlachter vor. Die letzten Bullen von 2009 wurden auch abgeholt, sodass der respektlose Flaschenbulle Gonzo uns endlich verließ.  Das Aufladen war eine ganz gute Vorführung für den Viehhändler.

Meine kleinen Reitschüler machten einen enormen Lernfortschritt. Sie können nun alleine die Zügel am Halfter einschnallen, fast ohne Hilfe Hufe auskratzen, mit den Muttis zusammen Satteln, Reiten zum größten Teil selbstständig im Roundpen, üben um Hütchen herum lenken, anhalten und losreiten. Ich finde es so faszinierend, wie die Ponies auf die kleinen Mädels reagieren! Meine älteren Schüler üben sich im Verstehen von Pferden. Die letzte Stunde haben wir Bahnfiguren geübt und die Ponies nur geführt. Der persönliche Raum ist wichtig, das Loben im richtigen Moment und die Motivation. Besonders beliebt ist das Hühnchen, eine Bewegung mit den Armen, durch die das Pferd im besten Fall respektvoll weicht und Abstand hält.

Nachdem die ersten vier Kälbchen geboren waren, übte ich mich in der Annäherung an die frischen Mütter, damit ich den Kälbern Ohrmarken verpassen kann. Bei den ersten dreien funktionierte es sehr gut. Ich blieb hinter einem Tor und kam gut an die Kälber ran, die Mütter konnten ertragen, was ich da mit ihren Babies mache. Eine Kuh war schon sehr viel wachsamer und hatte wohl schon öfter schlechte Erfahrung gemacht, also versuchte ich mit den Männern die Kühe umzutreiben, um eine Situation zu erschaffen, wo Kalb und Kuh in verschiedenen Teilen vom Stall sind. Nur irgendwie wichen die Kühe überhaupt nicht mit den Kälbern vor der Nase. Ich ließ meine wichtigste Regel hinter mir, die des Mindestabstands! und machte mehr Druck, ja, wedelte sogar vor einer Kuh mit den Armen rum. Die, die vorher so ruhig war, konnte mich nicht mehr in ihrer Wohlfühlzone ertragen. Da ich direkt vor ihr stand, war es nicht schwer – sie stieß mich einfach um und dann kamen wohl ihre Instinkte durch, denn sie trampelte auf mir herum. Ich hatte mich noch umgedreht und lag schreiend im Stroh, die Männer kamen nicht an mich ran. Irgendwann erwischte Martin meinen Arm und zog mich raus. Ich fuhr zum Arzt, wurde geröngt und hatte nichts als Prellungen! Ich bekam eine lange Krankschreibung und habe nun Zeit zum Verarbeiten und Analysieren des Erlebten, bemerke, wie ich mich über meine Arbeit definiere und wie wenig ich Nichtstun ertragen kann.

Kühe mag ich trotzdem noch und ich bin gespannt, was das Jahr noch bringt. Unfälle dank der neuen Erkenntnis, langsamer zu machen, wohl nicht mehr!

Presseschau

13. September 2010

Ich schreib nicht mehr selber… über mich wird jetzt geschrieben! Naja, Wilhelm hatte Journalisten eingeladen. Hier ein paar Eindrücke, was dabei herauskommen kann.

Der Beitrag, der mir am besten gefällt, war von einer eher ruhigen Frau vom Deutschlandradio – der einzigen, die mir wirklich zugehört hat… (ganz am Ende, deswegen bin ich schon so gehetzt):

http://wissen.dradio.de/index.40.ivw.html?dram%3Aarticle_id=5199&sid

Hier gibts zum nicht ganz so ernst zu nehmenden Artikel auch ein kleines Video, auf der sogar Raya eine verschwiegene Rolle spielt – die fliehenden Kühe am Ende zeigen deutlich wie anstrengend das ganze Journalisten-Stelldichein war!

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/252467/

Der reißerischste Artikel über die erste Brandenburger Kuhflüsterin wurde im Berliner Kurier veröffentlicht:

http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0902/berlinbrandenburg/0004/index.html

Daraufhin riefen die Bild-Zeitung, RTL und noch ein paar andere Medienleute an, was mich ziemlich erschreckt hat! So schnell will ich nun doch nicht unter die Räder der modernen Berichterstattung kommen…

Berühmt berüchtigt

7. Juli 2010

Die Parkplätze in Deutschland sind zu klein für fette Autos. Das ist doch mal ein gutes Zeichen! Musste sogar beim Vorwärtseinparken korrigieren, als ich letztens mit dem Landrover einkaufen war. Sah auch lustig aus – das umgedrehte Bild von Kanada. Da gabs nur dicke Trucks und der kleine alte Flitzer zwischendrin, hier nur kleine Autos und Familienkutschen, aber keine Vans, Jeeps und Trucks.

Sowas fällt mir im Alltag auf, wenn ich nicht über meinen winselnden Hund nachdenke. Dem gehts besser, sein Hirn wird jetzt wieder agil, deswegen weint er fast den ganzen Tag, weil er gern wieder wilder junger aktiver Hund sein will.

Ich beschäftige mich derweil im Internet. Wirklich gern würde ich einen Bereich finden, in dem ich richtig gut sein kann. Soo gut, dass ich auch ein bisschen berühmt werde. Nur bieten sich noch nicht die Chancen dazu – Trainingsmöglichkeiten, Unterstützung, Zeit, Grundlagen… und ich find anscheinend auch zu spezielle Sachen gut. Bin (/hab) ja schon so der(/n) bunte(n) Hund aufm(/im) Dorf.
>> Darüber hab ich noch einmal nachgedacht. Dieses Trick-Video mit zwei Hunden bereitete mir feuchte Augen. Ich denke, das mein Problem ist, dass ich zu schnell zu viel will. Wenn ich “im Flow” und einfach zufrieden bin, tun die Hunde alles für mich und machen echt krasse Fortschritte. Nun bin ich durch Juris Plattheit ein bisschen gelähmt, aber Raya dankt es mir tausendfach, wenn ich abends mit ihr üben gehe. So kann sie inzwischen auch eine Balltränke bedienen, den Ball also mit ihren Füßen runterdrücken um zu trinken. Außerdem wird sie immer besser beim frei Longieren (ohne Umgrenzung – hier ein Video für Interessierte). Es wird also, nur keine Eile. <<

Auf Arbeit hab ich jetzt Unterstützung. Zu zweit kommt man einfach schneller voran. Heute hätt ich mich bestimmt noch bis um acht geknechtet, aber mit Praktikant, kann ich auch mal um vier sagen, dass heute genug getan ist.

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